Deswegen hat die Corona-Krise den Goldpreis in die Höhe getrieben

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Bild: © Olivier Le Moal, stock.adobe.com

Pfandleihhäuser und Goldhändler erleben in der aktuellen Corona-Krise einen überaus hohen Kundenzulauf. Anzunehmen wäre, dass die Menschen ihre Gold-Gegenstände beleihen oder die Edelmetalle verkaufen möchten, da sie aufgrund der Krise in finanzielle Engpässe geraten sind – allerdings ist dies nicht der Fall. Aktuell werden Edelmetalle vor allem gekauft, egal, ob Silberbarren, Goldmünzen oder Goldbarren. 

Einige Niederlassungen von Edelmetallhändlern haben dadurch bereits mit nahezu leergekauften Lagern zu kämpfen, sodass aktuell ausschließlich Bestellungen möglich sind. Auch der renommierte Zahngold-Ankauf in Berlin kann diese Entwicklungen bestätigen. 

Anleger in Angst vor der Krise 

Durch die Corona-Pandemie und die damit verbundene wirtschaftliche Krise sind viele Anleger stark verunsichert. Wie sich die Wirtschaft in Zukunft entwickelt, ist schließlich vollkommen ungewiss. Einige Anleger gehen so davon aus, dass Gold in Zukunft das Einzige sein wird, dass noch einen Wert besitzt. 

Dieser Annahme versuchen die Edelmetallhändler zwar entgegenzuwirken, jedoch bricht der Kundenzulauf dennoch nicht ab. Dabei werden aktuell jegliche Mengen von Gold gekauft, ob nur ein Gramm für rund 64 Euro oder ein Kilogramm für circa 54.000 Euro. 

Goldpreis auf Rekordhoch durch Corona-Pandemie

Sogar die Goldhändler waren von dem großen Kundenansturm der Gold-Käufer überrascht. Nach den ersten Lockdowns wurde auf Händlerseite angenommen, dass die Menschen ihre Edelmetalle vielmehr verkaufen statt kaufen wollen würden. 

Zwar kommen auch einige Kunden zu den Händlern, die ihre alten Goldbarren, -münzen oder -schmuckstücke veräußern möchten, allerdings sind die Käufe gegenüber den Verkäufen stark in der Überzahl. Durch diese hohe Nachfrage nach Gold ist der Preis natürlich rasant angestiegen, sodass er auf einem rekordverdächtigen Niveau liegt. 

Die Gründe für die hohe Gold-Nachfrage

Experten vermuten, dass die Menschen in der Zeit der Corona-Pandemie generell weniger Geld in ihrem Alltag ausgegeben haben. Schließlich gab es keine Möglichkeit, große Reisen zu unternehmen oder Restaurants und Geschäfte zu besuchen. Die Ausgaben haben sich so in Grenzen gehalten. Dadurch hat sich die Möglichkeit ergeben, mehr zu sparen – und dieses Geld wiederum zu investieren. 

Dennoch wiegen sich die Goldhändler nicht in Sicherheit. Sie sind sich bewusst darüber, dass sich die Krise auch noch in ihrer Branche bemerkbar machen kann, beispielsweise, wenn aufgrund höherer Arbeitslosigkeit Einkommen wegfallen. 

Gold kaufen – Wo ist es möglich?

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie ist die Nachfrage unter privaten Anlegern nach Gold rasant gestiegen. In den Vormonaten befand sie sich allerdings bereits auf einem hohen Niveau. Die Nachfrage hat sich im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum jedoch temporär verfünffacht. 

Diejenigen, die nun auch in das schimmernde Edelmetall investieren möchten, können dies beispielsweise bei lokalen Edelmetallanbietern tun, bei denen es möglich ist, vor Ort direkt zu kaufen und in bar zu bezahlen. Wichtig ist dabei jedoch stets, dass ein seriöser Edelmetallhändler gewählt wird, der idealerweise zertifiziert ist. So wird gewährleistet, dass die gekauften Barren und Münzen tatsächlich echt sind, denn in der Branche sind unglücklicherweise auch viele schwarze Schafe zu finden. 

Wird das Gold im Internet gekauft, kommt es ebenfalls in hohem Maße auf eine Zertifizierung des Goldhändlers an, da dort in der Regel durch Vorkasse gezahlt wird. Über Vergleichsportale ist es im Internet jedoch ohne großen Aufwand möglich, den besten Preis zu finden.

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