Das Ende einer Ära: Warum die deutsche Automobilindustrie vor ihrem Ende steht.

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Automatisierung & Elektrische Motoren? Die Tage vieler Arbeitsplätze in der Automobilbranche sind gezählt,

Mercedes, Audi, VW und BMW gehören zu den beliebtesten Automarken weltweit. Noch immer steht „Made in Germany“ für hohe Verarbeitungsqualität, Effizienz und Zuverlässigkeit. Doch die letzte Stunde hat für die Ära der deutschen Autobauer bereits geschlagen.

Innovationen auf dem deutschen Automarkt? Fehlanzeige. In den letzten 10 Jahren veränderte sich nicht gerade viel an den in Deutschland produzierten Fahrzeugen. Zumindest hinsichtlich ihrer Effizienz. Äußerlich veränderten sie sich nämlich in der Tat. Sie wurden größer und luxuriöser – und stärker motorisiert.

Die Konkurrenz schläft nicht.

Vergleicht man die im Jahr 2015 in Deutschland hergestellten Fahrzeuge mit den in 2005 oder gar den 90ern produzierten Fahrzeugen kommt man zu einem ernüchternden Ergebnis.

Zum einen ist da der Verbrauch. Obwohl effizientere Motoren entwickelt wurden, ist der Verbrauch moderner Fahrzeuge fast identisch mit dem der Fahrzeuge von vor 10 Jahren. Die meisten Benziner verbrauchen 5-8 Liter auf 100km. Der Diesel etwas weniger. Der Grund dafür ist der rasante Anstieg des Verkaufs von SUVs.

Zum anderen ist da die Haltbarkeit. Moderne Autos legen insgesamt nicht mehr Kilometer zurrück, sondern weniger. So können die Autobauer möglichst früh neue Fahrzeuge verkaufen. Die Folge: Verschwendung und Schrottproduktion.

Die meisten SUVs verlassen niemals die Straße  

Es ist allgemein bekannt, dass die Mercedes G-Klasse von nebenan nicht genutzt wird, um durch die Sahara oder in einem UN-Hilfskonvoi nach Syrien zu fahren. Er ist mit großer Wahrscheinlichkeit ein Statussymbol. Der Verbrauch spielt für ihre Besitzer keine Rolle und weder tut das der Platz den dieses Gefährt in der Innenstadt verbraucht.

Elektrische Infrastruktur in Deutschland? Fehlanzeige.

Deutsche Beschäftigungstherapie

Während andere Hersteller längst auf moderne, innovative Fahrzeugmodelle setzen bleibt der deutsche Autobauer konservativ und oberflächlich – und das seit über 10 Jahren. Die Lust zur Neuerung ist in deutschen Autofabriken verloren gegangen und dafür wird mit Arbeitsplätzen bezahlt werden müssen.

Der Verbauch moderner Fahrzeuge hat sich kaum verbessert

Der Abgasskandal: lieber Schummeln als Verlieren?  

Durch gezielte Manipulationen versuchten deutsche Hersteller über mangelnde technische Entwicklungen hinwegzutäuschen. Kunden und Anleger wurden betrogen. Hier zeigt sich wie klein das Potential geworden ist.  

Es ist bereits zu spät

Deutschland gehört zu den sogenannten „Late Adaptern“, dies bedeutet, dass Neuerungen in hierzulande erst spät adaptiert werden. Während in Ländern wie Holland oder Norwegen bereits zahlreiche Elektroautos und alternative Fortbewegungsmittel die Straßen säumen, stehen die Deutschen in überdimensionierten, übermäßig viel schadstoffausstoßenden Fahrzeugen auf überfüllten Straßen. Das bremst nicht nur die Wirtschaft, sondern schadet der Gesundheit. Die deutsche Industrie wird zusammenbrechen und die sozialen Fangnetze der Bundesrepublik werden auf die Probe gestellt. Der Kohleausstieg forderte trotz 50 Milliarden Euro Subventionen einen hohen Preis für das Ruhrgebiet. Mittlerweile ist es die ärmste Region Deutschlands. Wird das auch das Schicksal für Wolfsburg und Ingolstadt sein?

Roboterarme in einer Automobilfabrik

Der Abschied

Jeder fünfte arbeitet in Deutschland direkt oder indirekt für einen der großen Autobauer. Werden diese Hersteller verdrängt, weil der Markt von innovativeren Unternehmen übernommen wird, werden über eine Million Arbeitsplätze verloren gehen. Was wird also geschehen?

In letzter Instanz werden sich deutsche Autobauer versuchen zu vereinigen. Es wird Fusionen geben und hohe Arbeitslosigkeit wird sich in Deutschland ausbreiten. Neue Wege müssen dann gefunden werden und vielleicht weht dann auch erstmals ein frischer Wind durch die veralteten Strukturen dieses Landes.


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